Angeln in der Müritz

Esther Braune / pixelio.de

Ausgezeichnete Fischbestände und eine malerische Landschaft machen die Müritz im südlichen Mecklenburg-Vorpommern zu einem wahren Anglerparadies.

Dank hervorragender Wasserqualität finden sich hier fünfunddreißig bisher nachgewiesene Fischarten der heimischen Wasserfauna in großer Zahl.

Besonders berühmt ist der See für seine überdurchschnittlich großen Hechte und Barsche, sodass besonders Raubfischangler hier auf ihre Kosten kommen.

Die Müritz ist mit einer Fläche von 113 Quadratmetern der zweitgrößte See Deutschlands und steht als Nationalpark unter besonderem Naturschutz. Das Relief des Gewässergrunds ist durch eine ausgesprochene Vielfalt gekennzeichnet.

Die Ostseite ist verhältnismäßig flach und eben. Der Westen des Sees hingegen ist durch rillenartige Vertiefungen gekennzeichnet. In der Binnenmüritz im Norden findet sich die mit 31 Metern tiefste Stelle des Sees. Bei der Orientierung helfen Angelkarten und auf der Wasseroberfläche schwimmende Ansteuerungstonnen auf welchen Tiefenangaben vermerkt sind.

Der Fischbestand in unterschiedlichen Teilen des Sees variiert je nach Jahreszeit. Unabhängig von Monat und Wetter gilt für die Müritz aber: geangelt wird auf dem Wasser! Die Uferzonen sind verhältnismäßig gering besiedelt und versprechen nur wenig Erfolg. Die kapitalsten Exemplare zieht man mit dem Boot, welches an einem der vielen Leihstationen angemietet werden kann, an Land.
Jetzt, wo die Tage kürzer werden und die Temperatur sinkt, findet man in den Vertiefungen der Sietower Bucht riesige Hechte und Barsche. Die Fische ziehen sich bei frostnahen Temperaturen meist in Wasserschichten unter der 15 Metermarke zurück. Das Grundangeln ist nun die erfolgreichste Methode um ein kapitales Exemplar an den Haken zu locken. Kleine Gummifische werden mit 15 Gramm Blei beschwert auf den Gewässergrund herabgelassen und mit ruckartigen Bewegungen gezupft.
Besonders jetzt, im Oktober, lässt ein Biss so meist nicht lange auf sich warten. Mit Einbruch des Winters minimiert sich die Zahl der Bisse allerdings, wobei auch im Dezember noch der ein oder andere Meterhecht aus der Müritz gefischt wird. Auch die Röbeler Bucht ist in der kalten Jahreszeit ein beliebter Spot um die Angel nach den großen Raubfischen auszuwerfen.

Möchte man auf Aal angeln, ist die Sietower Tonne ein erstklassiger Platz. Diese ist mit einer Boje markiert und kann meist schon von weiten durch eine Ansammlung von Booten ortsansässiger Fischer erkannt werden. Hier befindet sich ein dicht besiedeltes Aalloch in welchem die schlangenartigen Zeitgenossen gierig auf Tauwürmer von Ihrem Haken warten. Auch Fischstücken werden in der Müritz gerne auf Aal verwendet und bringen schnell den gewünschten Erfolg.

In den Sommermonaten gelangt man in der Müritz durch scharfe Beobachtungsgabe zum Erfolg. Barsch und Hecht jagen nun gerne auf der flacheren Ostseite. Reges Fischtreiben wird durch über dem See kreisende Möwen signalisiert. Diese machen Weißfischschwärme ausfindig und warten nun darauf, das Hecht und Barsch die Jagd eröffnen.

Dann stürzen sich die Möwen wie wild ins Gewässer und versuchen, ihren Teil der Beute zu erhaschen. Dies wiederum signalisiert dem Angler die Anwesenheit der kapitalen Räuber die gerade aktiv sind und im Getümmel besonders schnell anbeißen. Beobachtet man ein Treiben der Möwen, ist allerdings Beeilung angesagt – der Beutezug von Hecht und Barsch dauert immerhin nur 10 bis 15 Minuten.
Mit etwas Know How und der Bereitschaft sich mit dem Gewässer auseinanderzusetzen bietet die Müritz also einen fischreichen Abenteuerspielplatz der darauf wartet, im Angelurlaub erobert zu werden.

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admin

One Comment

  • Claudia said:
    2. November 2011 at 10:40

    Wir gehen dort oft an der Müritz spazieren. Einmal habe ich mich auch getraut einen netten Angler zu fragen, ob er einen frischen Fang für uns hat. Als wir von dem Spaziergang wieder kamen, hat er auf uns gewartet und uns einen prächitgen Aal geschenkt! Das war wirklich sehr lecker.

    Anmerkung vom Admin: Kommerzieller Link entfernt.
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